Heute fanden zum Abschuss der U18/U23 EM die Sprintfinale und die Sprint-Teamrennen statt.
Im ersten Rennen der weiblichen U18 K1 startete Anna für die TGM. Philipp braucht sich nun über seinen um 8 Hundertstel Sekunden verpassten Finaleinzug von gestern nicht mehr ärgern, da Anna um 5 Hundertstel am Bronzerang vorbeifuhr und dann Vierte wurde. Nach der mehrwöchigen Paddelpause Ende Juni/Anfang Juli durch eine massiv verspannte Rückenmuskulatur immer noch ein bemerkenswertes Ergebnis. Die „was wäre wenn“ Gedankenspiele lässt man besser bleiben…
Finn fuhr in seinem U23 Finale auf einen guten siebten Rang.
Das Mannschaftsrennen der weiblichen Junioren war im Vorfeld noch mal spannend, da sich Ronja Haseloff im Einzelfinale bei einer tiefen Stütze die Schulter etwas verzerrt hatte. Fini war schon mal „auf Reserve“ vor gewarnt, dass sie im Notfall hätte einspringen müssen, falls Ronja bei einer Probefahrt festgestellt hätte, dass sie den Arm nicht voll belasten kann. Sie konnte doch, so blieb es bei Finis freiem Tag. Anna führte die Mannschaft an und verfuhr sich am „Arvid Stein“ (Das ist der Stein an dem sich Arvid im Training das Boot aufschlitzte und Fini ihres im 1. Sprint-Lauf) und darf jetzt auch die besagte Stelle an ihrem Boot reparieren. Es ging aber trotzdem Vollgas weiter und die Mannschaft wurde dann mit der Bronze-Medaille belohnt.
Somit kehrt jeder TGM-Kajakfahrer/in mit einer Medaille nach Hause zurück. Für Leo war es ohne Mannschaft leider nicht möglich in die Medaillenränge zu fahren.
Siegerehrung Sprint Mannschaft weibl. U18 K1
Finn machte es mit der U23 Mannschaft mit Nicolas (3. Platz im Einzel) und Jasper noch besser und wurde zum zweiten Mal Europameister.
männl. U23 K1 Sprint Mannschaftseuropameister
Nach der Siegerehrung habe es noch schottische Folklore zum Mittanzen.
CEILIDH
Morgen früh um Fünf geht es dann mit vollem Bus auf die etwa 2000km Rückfahrt mit einer Übernachtung in Köln. Die Rückkehr in München wird dann für den Montag Nachmittag erwartet.
Aus TGM-Sicht war es ein überaus erfolgreicher Ausflug:
Sämtliche sechs TGM-(Jung-) Sportler waren dabei
Dabei wurden folgende Medaillen erpaddelt:
3x Gold (2x Finn, Philipp)
3x Silber (Finn, Fini, Tobi)
1x Bronze (Anna)
2x Holz (Tobi, Anna)
Die Mehrheit hatte ihren Spaß
Das Wetter war sehr un-schottisch: (fast) kein Regen, oft sonnig, warm, keine Mücken…
Die Sprint-Final-Ergebnisse gibt es hier, die Ergebnisse der Sprint-Mannschaften hier.
Am heutigen Tag standen die Qualifikationsläufe im Sprint bei den U18/U23 Europameisterschaften im schottischen Grandtully auf den Programm.
Bei den weiblichen Junioren verpasste unsere Sprintspezialistin Anna im ersten Lauf die Direktqualifikation der ersten Fünf 0,17 Sekunden Rückstand auf den fünften Platz knapp. Im zweiten Lauf zog sie mit Platz 6 sicher in das Finale ein.
Fini, als Juniorin bei den U23 startend, hatte im ersten Lauf einen größeren Fahrfehler (nächste Woche wird dann geharzt…). Im zweiten Lauf lief es deutlich besser. Mit ihrer Zeit hatte sie bei den U23 natürlich keine Chance, bei den Junioren hätte ihre Zeit für einen 13. Platz gereicht. Zum 10. Platz für eine fiktive Finalteilnahme bei den Junioren fehlten ihr nur 0,82 Sekunden. Als viertschnellste deutsche Juniorin hat sie dann morgen frei, da die drei deutschen Finalteilnehmerinnen (Anna, Ronja (Köln) und Amelie (Fulda)) auch die Mannschaft fahren werden.
Leo fuhr im Junioren C1 zwei solide Läufe, im ersten belegte er den 14 Platz, im zweiten -trotz um knapp eine Sekunde verbesserter Fahrzeit den 10. Platz (die fünf Ersten des ersten Laufs mussten ja nicht mehr antreten.) Im C1 kommen nur 12 Teilnehmer ins Finale, welches er um nur 0,95 Sekunden verpasste. Als Einzelkämpfer im C1 hat er morgen auch kein Mannschaftsrennen.
Bei den männlichen Junioren im K1 zeigte Tobi, dass ihm das Klassikrennen deutlich besser liegt als der Sprint. Im ersten Lauf belegte er den 22. Platz, respektable 1,54 Sekunden hinter der Top 15, im entscheidenden 2. Lauf fiel er dann noch weiter zurück. Auch in diesem Rennen nehmen die Teamkameraden am Finale teil und sind somit für die Mannschaft qualifiziert.
Den Abschluss bildete das männliche U23 K1 Rennen mit Philipp und Finn am Start. Im ersten Lauf belegte Finn einen sehr guten 8. Platz und war damit sogar knapp zweitschnellster Deutscher. Philipp kam beim Zieleinlauf von der Ideallinie ab und fuhr durchs Kehrwasser was dann Platz 21 bedeutete.
Der 2. Lauf lief dann für beide deutlich besser. Finn wiederholte sein Ergebnis und qualifizierte sich mit dem dritten Platz als erster Deutscher für das Finale.
Philipp machte es spannend und lag nach einem sehr guten Lauf lange auf Rang neun. Die letzten Teilnehmer verdrängten ihn am Ende auf Platz 11 – 0,08 Sekunden hinter Platz 10 der die Qualifikation für das Finale bedeutet hätte. Ob der eine leicht verschnittene Paddelschlag das Zünglein an der Waage war, werden wir wohl nie erfahren… Die Sprint-Mannschaft wird auch hier aus den drei Deutschen Finalteilnehmern gebildet.
Nach den hervorragenden Ergebnissen in den vergangenen Klassiktagen überzeugten Anna und Finn auch im Sprint – während die übrigen TGM’ler leider größtenteils relativ knapp an den Final- und Mannschaftsteilnahmen vorbei schrammten.
Die vollständigen Ergebnisse vom 1. Lauf gibt es hier, die vom 2. Lauf hier.
Am morgigen Abschlusstag gibt es folgende Starts von TGM-Sportlern:
Anna startet im Einzel um 9:04 und in der Mannschaft um 14:04.
Finn startet im Einzel um 11:01 und in der Mannschaft um 14:24.
Alle TGM’ler die heute in den Mannschaften eingesetzt waren, werden mit Edelmetall nach Hause fahren und dürfen damit die TGM wieder bei der Sportlerehrung der LH-München im nächsten Frühjahr vertreten.
Den Anfang machte die K1 Juniorenmannschaft mit Tobi, Arvid Muche (KSG-Köln) und dem Europameister von gestern Enno Roggenbrodt (KSK-Köln). Von den Einzelzeiten her waren die Unterschiede zwischen den ersten drei/vier Nationen nur im Bereich von wenigen Sekunden. Die beste Mannschaftsleistung (größte Verbesserung gegenüber der Einzelzeit des dritten Fahrers) brachten die Italiener zustande, die damit das Rennen gewannen. Durch das seichte Wasser, welches gelegentlich von Schwällen unterbrochen wird, war die ursprüngliche Taktik – Arvid auf Enno und Tobis Doppelwelle – nur am Anfang umsetzbar. Nach einigen Schwällen nach denen Enno wieder von hinten nach vorne Energieintensiv vorgesprintet ist, ging das nicht mehr, woraufhin Arvid und Enno ab etwa der Hälfte der Strecke auf der weniger intensiven Seitenwelle von Tobi fuhren. Am Ende reichte es damit für die Silbermedaille, sechs Sekunden hinter Italien und fünf Sekunden vor Frankreich.
Siegerehrung männliche Junioren K1 Mannschaft – beängstigend, aber unfallfrei.Auswertung Zeiten der Einzelrennen und Ergebnis Mannschaftsrennen männliche Junioren Mannschaft
Direkt anschließend folgte das Rennen der weiblichen Junioren. Hier fuhr Fini mit der im Einzel viertplatzierten Ronja Haseloff (KSG-Köln) und Amelie Denner (KC-Fulda). Die von den Einzelergebnissen her hoch favorisierten Italiener (Platz 1, 3 und 5 im Einzelrennen) wären hier nur bei einem extremen Fahrfehler zu schlagen gewesen. Das deutsche Team lag in der Prognose in etwa gleichauf mit den Tschechen, mit deutlichem Abstand zu den Slowenen. Da die drei Deutschen vorher nicht miteinander trainiert haben – wir erinnern uns: Fini war ja bei den U23 gestartet – und auch nur begrenzte Erfahrung aus leistungsstarken Vereinsmannschaften haben, funktionierte die eigentlich notwendige Mannschaftstaktik nur begrenzt, was in einer um 14 Sekunden langsameren Zeit als die dritte Einzelzeit resultierte. Glücklicherweise hatten die Tschechinnen offenbar noch größere Probleme – sie verloren 20 Sekunden auf das Einzelergebnis. Besser machten es die Sloweninnen, die sich gegenüber der Einzelzeit um 2 Sekunden verbesserten und am Ende mit zwei Sekunden Abstand hinter Deutschland den dritten Platz belegte. Silber für Deutschland.
Auswertung Zeiten der Einzelrennen und Ergebnis Mannschaftsrennen weibliche Junioren MannschaftSiegerehrung weibliche Junioren K1 Mannschaft – beängstigend, aber gerade noch unfallfrei.
Finn und Philipp traten wie bei ihrem Europameisterschaftssieg vor zwei Jahren als Junioren wieder mit Nicolas Niederle-Gomez vom KCD-Düsseldorf an.
Von den Einzelzeiten her wäre bei ihnen Platz sechs gesetzt, allerdings mit dem Vorteil, dass Nicolas als extrem starker Sprinter sich im Einzelrennen evtl. etwas für die Mannschaft geschont hat und die beiden anderen deutlich schneller sind. Zudem haben sie inzwischen einige Erfahrung im Mannschaftsfahren. Über große Teile der Strecke konnte Nicolas auf der Doppelwelle mitfahren, während Philipp ständig Vollgas fuhr. Finn hatte die Aufgabe sich in den Schwällen zurückfallen zu lassen und anschließend wieder aufzuholen. Am Ende fuhr die Mannschaft etwa eine Sekunde schneller als Philipp im Einzelrennen (bei leicht gefallenem Wasserstand) und 34 Sekunden schneller als Nicolas Einzelzeit. Am Ende reichte es für einen knappen Sieg mit 1,2 Sekunden Abstand vor Slowenien und sechs Sekunden vor Belgien, die sich gegenüber ihren Einzelergebnissen um 26 bzw. 20 Sekunden verbesserten.
Auswertung Zeiten der Einzelrennen und Ergebnis Mannschaftsrennen männliche U23 MannschaftMännl. U23 Mannschaft – die Steighilfe für Nicolas wird langsam zur Tradition.
Damit sind die Klassikrennen bei dieser Meisterschaft nun beendet. Die TGM war diesmal an allen Mannschaftsmedaillen beteiligt und steuerte die Hälfte der Einzelmedaillen (und die Hälfte der Holzmedaillen) zum DKV Medaillenspiegel hinzu.
Morgen früh geht es dann mit den Sprint-Vorläufen weiter. Hier ruhen die TGM-Hoffnungen vor allen Dingen auf Anna, die sich als sehr starke Sprinterin auf alle Fälle für das Finale am Samstag qualifizieren möchte. (Die ersten Fünf des ersten Vorlaufes sind direkt für das Finale qualifiziert, ebenso – je nach Kategorie – die 8-10 Schnellsten des zweiten Laufes.) Auch Leo strebt eine bessere Platzierung als im Klassikrennen an. Für Finn ist das Erreichen des Finales im Bereich des Möglichen, ist aber von der Tagesform bei dem starken Feld abhängig. Die restlichen TGM’ler haben eher ihre Stärke im Klassikrennen und haben nur bei besten Umständen die Möglichkeit ins Finale zu gelangen. Die eine oder andere interne Qualifikation für die Sprint-Mannschaftsrennen wäre noch ein mögliches Sahnehäubchen. Durch die relativ lange Sprintstrecke kann man aber auch mit Überraschungen von starken Klassikfahrern rechnen, da diese erst „wach“ werden, wenn die Sprintspezialisten ums „Überleben“ kämpfen.
Der erste Tag der Junioren/U23 EM im schottischen Grandtully endete mir „nur“ einer Silbermedaille für die TGM-Fahrer.
Aber der Reihe nach.
Das erste Rennen bestritten die weiblichen Junioren. Hier belegte Anna v. Hehn den gute 15. Platz, nur eine Sekunde hinter ihrer Mitstreiterin aus Köln, die als Klassikspezialistin gilt. Damit hat sie schon mal ihr erstes Saisonziel (1. Hälfte im Klassik) erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sie den Abstand auf die Siegerin in etwa halbiert. Ihre Stärken liegen im Sprint, die sie am Freitag und Samstag ausspielen kann.
Fini musste als Junioren-Fahrerin nach einer unglücklichen Qualifikation bei den älteren U23 starten. Hier belegte sie den guten 16. Platz. Mit ihrer starken Zeit wäre sie bei ihrem ersten internationalen Einsatz in ihrer Stamm-Klasse Neunte geworden. Sie war damit zum Erstaunen mancher Funktionäre die zweit schnellste Deutsche Juniorin und hat sich damit den Platz in der weiblichen Juniorenmannschaft verdient erkämpft und damit ihr Saisonziel eigentlich schon erreicht. In der Mannschaft am morgigen Vormittag stehen die Chancen nicht schlecht als Sahnehäubchen in die Medaillenränge zu fahren.
Im folgenden Junioren-C1 Rennen fuhr Leo ein starkes Rennen und belegte mit überschaubaren 52 Sekunden Abstand auf den Sieger den 15. Platz. Damit hat er nach weniger als einem Jahr seit seinem Umstieg in den C1 bewiesen, dass er nicht als „Tourist“ im Team dabei ist. Leider hat er als einziger Canadier-Fahrer im Deutschen Team keine Möglichkeit in den Mannschaftsrennen um eine Medaille zu fahren und somit den morgigen Tag frei.
Nach einer kuren Pause folgten die Rennen der männlichen Junioren im K1. Hier war die Hoffnungen von Tobi als amtierender Vize-U18 Weltmeister in die Medaillenränge zu fahren und schnellster Deutscher zu sein. Nach einigen Höhen und Tiefen bei den vergangenen Rennen in der Saison fuhr er wieder ein sehr starkes Rennen und belegte dabei den undankbaren vierten Platz, während sein Deutscher Konkurrent mit nur 0,25 Sekunden Abstand Europameister wurde. Im Mannschaftsrennen hat das Juniorenteam Morgen gute Chancen um das Edelmetall mitzufahren.
Im letzten Rennen mit deutscher Beteiligung, der männlichen U23 K1, war die TGM mit zwei Kandidaten am Start: Philipp, der letztes Jahr kurz vor der U23 WM erkrankte und bis in den Herbst brauchte um wieder in das Training einsteigen zu können, sowie Finn, der seinen WM-Sieg vom letzten Jahr wiederholen wollte.
Philipp fuhr bei seinem internationalen Comeback ein starkes Rennen und lag lange Zeit auf Rang drei. Am Ende wurde er dann noch auf Rang 6 verdrängt, nur 13 Sekunden hinter dem Sieger aus Frankreich und 10 Sekunden hinter dem ersehnten dritten Platz.
Finn fuhr ebenfalls ein starkes Rennen und konnte seinen Vorjahreserfolg fast wiederholen. Am Ende fehlten ihm auf der gut 14 Minuten langen Strecke nur 2,9 Sekunden zum Sieg und er fischte noch die Silbermedaille aus dem River Tay.
In der morgigen Mannschaft werden die beiden wie vor zwei Jahren mit dem Sprintspezialisten Nicolas aus Düsseldorf um die ersehnten Medaillen kämpfen.
Nach den überwältigenden Erfolgen der letzten Jahre in den männlichen K1 Klassen waren die Ziele der TGM-Sportler natürlich schon für die Einzelrennen sehr hoch gesetzt. Auch wenn sie knapp nicht alle erreicht wurden sind die Leistungen der jungen Sportler nicht hoch genug einzuschätzen – schließlich betreiben sie alle ihren Sport neben ihren schulischen bzw. universitären Verpflichtungen und investieren eine großen Teil ihrer Freizeit zur Erreichung dieser Ziele. Alle Top-Ten Ergebnisse, gerade in den Kajak-Klassen, sind top Ergebnisse – schließlich sind hier alle Sportler aus Europa am Start, die den Sport ernsthaft betreiben – und gerade in der U23 Kategorie auch zur erweiterten Weltspitze der allgemeinen Klasse gehören.
Die gesamten Einzel-Klassik Ergebnisse gibt es hier.
Am heutigen Abend wurde die Junioren/U23 WM in Grandtully eröffnet.
Mit dabei von der TGM: Das gesamte (junge) Rennteam:
Finn Vogler – U23 K1
Philipp Bluhm – U23 K1
Tobias Nichtitz – U18 K1
Anna von Hehn – U18 K1
Fini Klein – U18 K1
Leonard Hierl – U18 C1
Anna als jüngste DKV-Teilnehmerin durfte die Fahne tragen, Leo als zweitjüngster das Schild.
Die Strecke auf dem River Tay ist bis auf die Sprintstrecke am Ende der Klassikstrecke relativ einfach. Seichte Flachstücke wechseln sich mit einigen Schwällen ab. Die Hauptschwierigkeit der Classicstrecke besteht darin, die oft nur marginal vorhandene Strömung zu finden.
Die Sprintstrecke besteht dann aus 4 „Falls“, auf denen das Wasser dann zusammen läuft und doch einen gewissen Höhenunterschied aufweist. Das für die Sprinter gemeine daran ist, dass zwischen den ersten drei „Falls“ und der Abschlussstufe etwa 40 Sekunden leicht strömendes flaches Wasser ist. Die Sprintstrecke ist mit 1:25-1:35 min also relativ lang.
Der Wasserstand ist nur leicht höher als in den Pfingstferien, in denen das TGM-Team schon einmal die etwa 1900km (einfach) Reise zum Wettkampfort zum Taining auf sich genommen hat. Dadurch waren jetzt in der direkten Rennvorbereitung nur noch wenige Fahrten notwendig um an den Feinheiten zu arbeiten.
Das Wetter ist für schottische Verhältnisse recht gut, oft Sonnig und tagsüber auch mal über 20°C. Eigentlich optimale Wettkampfbedingungen.
Startzeiten der TGM’ler am Mittwoch für das Classicrennen:
Nachdem die direkt Qualifzierten schon direkt nach dem Qualifikationswochenende feststanden (Finn Vogler für LK-WM und U23-EM, Anna v. Hehn und Tobias Nichtitz für die U18-EM), wurden nun auch die restlichen TGM’ler nominert:
Philipp Bluhm ist bei der U23-EM dabei
Fini Klein ist auch bei der Europameisterschaft dabei. Ob sie bei den U18 oder U23 starten wird wird erst im Juli beim nächsten Ranglistenrennen entschieden.
Leonard Hierl startet bei der U18-EM als einziger Canadierfahrer im deutschen Nationalteam.
Jetzt geht es an die Vorbereitungen:
Finn fährt schon nächste Woche zur WM nach Banja-Luka. Direkt anschließend geht es in den Pfingstferien per TGM-Ausflug nach Gandtully (Schottland) wo die U18/U23-EM Mitte August stattfinden wird.
Für Leo und Fini werden noch neue Boote für die EM beschafft. Wer noch nicht hat (wie bisher 23 Personen) und mag, kann sich bis zum 03.06. noch an der Crowd-founding Aktion https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/wildwasserkayaks für die Anschaffung eines neuen Bootes beteiligen. Für jede Spende ab 5,- legt die Bank 10,- obendrauf!
Das anstrengende Wochenende mit den Qualifikationsrennen (2 Sprint Rennen a 2 Läufe + 2 Classicrennen) auf der Saalach in Unken bzw. von Au nach Unken sind nun abgeschlossen. Ein großes Danke auch an die TGM’ler die die Organisation der Veranstaltung unterstützt haben.
Unsere TGM-Sportler haben hervorragend abgeschlossen und durchgehend sehr gute Ergebnisse abgeliefert.
Durch die Qualifikationsranglisten direkt qualifiziert haben sich:
Anna von Hehn bei den weibl. U18 für die EM im August in Schottland durch ihre Siege in den beiden Sprint-Rennen (und damit in der Sprint-Rangliste) und der Erfüllung des geforderten Abstandes zum 1. Herren-LK Fahrer in den Classic-Rennen
Finn Vogler für die U23-EM im August in Schottland sowie für die Leistungsklassen WM kurz vor Pfingsten in Banja-Luka/Bosnien durch den Sieg in der Classic Rangliste bei den Herren durch einen 2. Platz im 1. Classic-Rennen und einem Sieg im 2. Classic-Rennen
Tobias Nichtitz bei den männl. U18 für die EM im August in Schottland durch seine Siege in den beiden Classic-Rennen (und damit in der Classic-Rangliste)
Die restlichen Sportler haben (auch wenn sie nicht die Direktqualifikation erreicht haben) sehr gute Leistungen abgeliefert, aufgrund derer ein Einsatz bei den internationalen Höhepunkten im Bereich des Möglichen liegt. Hier muss die Entscheidung des Trainerrates abgewartet werden:
Philipp Bluhm hat sich nach seiner Krankheit im letzten Jahr eindrucksvoll mit mit einem Sieg im ersten Classic-Rennen zurückgemeldet. Im zweiten Classic-Rennen wurde er dann von zwei Konkurrenten geschlagen, was einen Sieg in der Classic-Rangliste verhindert hat.
Fini Klein bei den weibl. U18 hat sich nach einem feuchten Einstand im 1. Sprint-Lauf gut gefangen und in den Classic Rennen gute Ergebnisse geliefert. Gerade im 2. Classic-Rennen wuchs sie über sich hinaus und verringerte den Abstand auf die Vortagessiegerin von knapp 30 Sekunden auf nur noch gut 3 Sekunden und wurde in diesem Rennen 2.
Leo Hierl fuhr das doppelte Programm, da er neben dem K1 der U18 auch im C1 antrat. Im K1 belegte er sowohl in der Sprint- als auch in der Classic-Rangliste den sehr guten 4. Platz (trotz der Doppelbelastung mit dem C1-Rennen jeweils vor dem K1-Rennen). Im C1 der U18 ist er konkurrenzlos, zeigte aber eine gute Leistung. So schlug er z.B. im 1. Classic-Rennen einen U23-WM Teilnehmer des letzten Jahres.
Mit dem erreichen von 4 Direktqualifikationen mit 3 unterschiedlichen Sportlern fuhr die TGM als erfolgreichster Verein von der Qualifikation nach Hause.
Nun heißt es Daumen drücken, dass das im Herbst ausgesprochene Ziel „Alle sechs Sportler sollen in 2026 bei internationalen Höhepunkten starten“ nach der Trainerratsentscheidung als erfüllt abgehakt werden kann.
Am heutigen Tag ging es ausschließlich um die Qualifikation für die Einzelfinale im Sprint sowie die DKV-interne Qualifikation für die Sprint-Mannschaften.
Zunächst begann der Tag um 5:50 für Anna mit einem Spaziergang bei angenehm kühlen 20°C, da sie nicht mehr schlafen konnte. An einem Trimm-Dich Platz ging sie ein paar mal die Strecke im Kopf durch und teste Ihre Klimmzugfähigkeiten.
Um 6:30 Uhr begann er für die Trainer damit die wenigen schattigen Sitzplätze an der Strecke zu belegen können, wo der wieder einmal heiße Tag verbracht werden sollte. Sie waren nicht die Ersten – Italien legte sein Handtuch (Pavillon und Kühlbox) schon um 6:00 Uhr auf die Bank – zum Glück nur auf eine von dreien…
Um 7:30 folgten die Sportler um noch von 8:00-8:45 Uhr die eine oder andere Trainingsfahrt zu absolvieren.
Anna hatte ihren ersten Lauf gleich im ersten Rennen. Im mittleren Teil kam sie leicht von der Ideallinie ab und hatte unten noch einen leichten Wackler und kam als beste Deutsche auf den siebten Platz. Damit hat sie noch einmal unterstrichen, dass ihr perfekter Lauf auf der Quali keine Eintagsfliege war. Da nur die ersten Fünf direkt für das Finale qualifiziert sind, durfte sie es etwa drei Stunden später noch einmal versuchen.
Anna und Ronja (KSG-Köln) kurz vor dem Start zum ersten Lauf.
Der nächste TGM’ler am Start war Tobi, der von den beiden letzten Tagen mit je zwei Klassikrennen schon etwas müde war.
Die Weltmeistermannschaft von gestern wartet auf ihren Einzel-Sprintstart
Tobi – nicht gerade der Sprint-Spezialist – fuhr ein solides Rennen und belegte den 37. Platz, nur eine Sekunde und eine Hundertstel hinter dem schnellsten Deutschen Enno – so dicht war er national noch nie dran.
Ähnliches Spiel für Finn im anschließenden Rennen der U23 K1: Mit dem 17. Platz in Schlagweite für das Finale der besten 15 und eine erste Empfehlung für die Mannschaft.
Auf zum zweiten Lauf:
Diesmal passierte Anna ihr Kehrwasser vom ersten Lauf besser, hatte aber unteren Teil zwei (gefühlte) Quersteher, da sie von der Strömung auf den rechten Weg geschoben wurde, aber unbedingt noch den vermeintlich schnelleren linken einschlagen wollte. Im Endeffekt war diese Variante knapp langsamer als im ersten Lauf. Es reichte aber trotzdem für Rang vier und damit für die Qualifiaktion für das Finale (=mindestens Top 15 der Welt) und für die Mannschaft. Die „deutsche Krone“ musste sie (vorübergehend?) an Ronja abgeben.
Tobi zeigte in seinem zweiten Lauf eine konstante Leistung und war eine hundertstel Sekunde schneller als in dem ersten. Da einige langsamer waren, verbesserte er sich in der Endabrechnung damit auf den 30. Platz (25. Platz im 2. Lauf + die fünf vom Ersten). Auch war er diesmal drittschnellster Deutscher.
Der Trainerrat fällte die schwierige Entscheidung, ob Emil oder Tobi in der Mannschaft fahren sollten. Am Ende entschieden sie sich dafür die eingefahrene KSK-Mannschaft mit Padrik, Enno und Emil an den Start zu bringen.
Tobi kann mit der Entscheidung gut leben und darf zusammen mit den beiden Niederländern – die im ersten Lauf knapp vor und hinter ihm waren – als Vorstarter noch einmal an den Start gehen. Mal sehen, wie sie sich zusammen anstellen.
Auf Finn war wie so oft Verlass und legte im zweiten Lauf deutlich zu und kam auf den siebten Rang (zeitgleich mit dem Klassik-Europameister des Vorjahres) und hat sich somit für das Finale und die Mannschaft qualifiziert.
Nach einer kurzen Pause folgten noch die C2-Rennen, bei denen Tobi und Leo wieder ins Geschehen eingriffen. Machen wir es kurz: Hier die Ergebnisse:
1. Lauf C2 Junioren2. Lauf C2 JuniorenTobi und Leo in Action
Hier zeigte gerade das Nachwuchsboot aus Fulda eine konstante Leistung, gar nicht soo weit hinter den langsameren deutschen U23-Fahrern. Das intensive Training mit Wolfgang Kennel in der direkten Vorbereitungsphase zu den Rennen hat sich da deutlich ausgezahlt. Beim Münchner Boot zeigte sich, dass durch die prüfungsbedingt späte Anreise und die Doppelbelastung von Tobi das Boot noch nicht perfekt läuft – es wird aber besser. Gerade zum zweiten Lauf schleppte sich Tobi nach drei intensiven Renntagen mit 8 Starts nur noch auf dem Zahnfleisch zum Start. Er hat bisher eine unglaubliche Leistung gezeigt die ihm wohl so keiner zugetraut hätte: Weltmeister im Klassik-Team, Silber im Einzel-Klassik, solide gute Sprintläufe und Verbesserung im C2.
Morgen geht es weiter mit den Sprint-Finals am Morgen und den Mannschaften am Abend:
Anna startet um 9:04:30 Uhr in ihrem Finallauf, Finn um 10:26:15 Uhr.
Das Mannschaftsrennen von Anna startet um etwa 19:45 Uhr, das von Finn gegen 21:00 Uhr.
Bei den Junioren/U23 Weltmeisterschaften in Solkan gab es in den heutigen Mannschaftsrennen schon wieder je eine Gold- und Silbermedaille für die TGM Sportler.
Zunächst startete Tobi zusammen mit Enno Roggenbrodt und Emil Seils (beide KSK-Team Köln) im Feld der männlichen Junioren auf der Klassikstrecke.
Die Sprintstrecke am Anfang wurde noch hintereinander befahren, direkt anschließend nahmen Tobi und Enno Emil auf die Doppelwelle und gaben Gas.
Bei der 1. Zwischenzeit nach einem guten Drittel der Stecke lagen sie dann gleichauf mit den einige Minuten vor ihnen gestarteten Franzosen um den Einzel-Weltmeister vom Vortag. Bei der 2. Zwischenzeit etwa 800m vor dem Ziel lagen sie dann etwa 2 Sekunden dahinter und Enno spürte, dass er das Tempo nicht mehr lange halten kann. So bauten sie die Formation so um, dass Tobi die Mannschaft anführte und die beiden Kölner auf je einer Seite von ihm die Welle nutzen konnten. So ging es Vollgas weiter bis zur Brücke etwa 150m vor dem Ziel wo sich die beiden Kölner so auf Tobis Welle ausgeruht hatten, dass sie ihn noch einmal überholen und für das letzte Stück auf die Doppelwelle nehmen konnten. Die Zeit blieb bei 16:22 Minuten stehen – 12 Sekunden schneller als Emils Einzelzeit vom Vortag und genau 2 Sekunden schneller als die Franzosen. Erst einmal also die verdiente Führung – Bonze sicher, da nur noch die Tschechen und das Team-GB unterwegs waren.
Die Anfeuerungsrufe der Tschechischen Fans waren noch nicht zu hören, als die 16:22 für sie verstrichen waren. Sie wurden am Ende nur siebte, über 40 Sekunden hinter dem Deutschen Team.
Die Briten waren schon früher zu hören, konnten sich mit 16:35 Minuten gerade noch auf den dritten Rang schieben. Somit stand fest:
Die Deutsche Mannschaft mit Tobias Nichtitz, Enno Roggenbrodt und Emil Seils sind Junioren-Mannschaftsweltmeister!
Klassik Junioren Team Weltmeister 2025: Emil Seils, Enno Roggenbrodt (beide KSK-Köln) und Tobias Nichtitz (TG-München)
Der nächste TGM-Pfeil im Köcher des DKV war Finn Vogler, der mit Nicolas Niederle-Gomez (KCD-Düsseldorf) und den Ersatzfahrer für unseren erkrankten Philipp Linus Becker (KSK-Köln) in der U23-Mannschaft an den Start ging.
Sie verfolgten die Taktik des wechselnden Doppelwellefahrens, bei der Finn immer in einer führenden Position fuhr und Linus und Nicolas abwechselnd die Rolle des zweiten Zugpferdes bzw. des Wellensurfers einnahmen. Damit erreichten sie eine Fahrzeit von 15:39 Sekunden, über 40 Sekunden schneller als Nicolas Einzelzeit und nur 9 Sekunden hinter Finns.
Nachdem sie bei den Zwischenzeiten noch gleichauf bzw. knapp hinter den Tschechen und Slowenen lagen, reichte dies erstmal für den ersten Rang.
Die zuletzt gestarteten Belgier, die vom Einzelergebnis nur geringe Zeitunterschiede hatten, versuchten den „Belgischen Kreisel“: Alle paar Minuten wechselte der Führende, während die beiden anderen Mannschaftsmitglieder jeweils auf dessen Seitenwelle mitfuhren und so ihre Kräfte sparten. Die Taktik ging auf und sie benötigten nur 15:22 Minuten für die Strecke – 8 Sekunden schneller als Finns Siegeszeit vom Vortag!
Somit Sieg für Belgien und die Silbermedaille für das Deutsche Team mit Finn Vogler (TG-München), Linus Becker (KSK-Köln) und Nicolas Niederle-Gomez (KCD-Düsseldorf).
Vize-Weltmeister: Finn Vogler (TG-München), Linus Becker (KSK-Köln) und Nicolas Nedele-Gomez (KCD-Düsseldorf)
Am späteren Nachmittag folgte dann noch die U23 C2-Mannschaft, in der unser junges Team Tobi und Leo als Junioren mit wenig Kanadier-Erfahrung zusammen mit den beiden Deutschen U23 Booten (die im Einzel etwa 2 Minuten schneller als das TGM-Boot waren) an den Start gingen. Hier ging es in erster Linie um das Sammeln von Erfahrungen und weniger um Medaillen. Die Variante „Partnertausch“ in der die Beiden aufgeteilt und mit den erfahreneren Fahrern eine homogenere Mannschaftszusammensetzung erzeugen wurde nicht gewählt um zum einen die U23 Fahrer die auch schon die C1-Mannschaft hinter sich hatten für die Sprints in den nächsten Tagen zu schonen und zum anderen um dem Junioren-Boot mehr gemeinsame Erfahrungen zu bieten.
So fuhren die TGM-Youngsters ordentlich auf der Heckwelle des schwereren U23-Bootes während sich das dritte Boot hinten als Reserve aufhielt, falls die Beiden von der Welle fallen sollten um dann als Zugpferde zu übernehmen.
Im Ziel blieb die Uhr bei 19:33 Minuten stehen, knapp fünfzig Sekunden schneller als im Einzelrennen am Vortag! Das kann sich sehen lassen und reichte in der Endabrechnung für den fünften Platz, nur fünf Sekunden hinter dem Vierten.
U23-C2 Mannschaft mit Fabian Druschke, Florian Sülzer, Artur Mietsch, Paul-Lukas Lüken, Leonard Hierl und Tobias Nichtitz.
Damit war der Tag noch lange nicht rum, denn etwa eine Stunde nach dem C2-Mannschaftsrennen stand die Siegerehrung für die Klassikrennen der beiden letzten Tage an:
Podium K1-Junioren Klassik: Tobias Nichtitz (TGM), Felix Grondin (FRA) und Lukas Profanter (AUT)Podium K1-U23 Klassik: Lean Bogaerts (BEL), Finn Vogler (TGM), Mika Hynek (CZE)Podium K1-Junioren Mannschaft: FRA/GER (Tobi, Enno, Emil)/GBRPodium K1-U23 Klassik Mannschaft: GER (Nicolas, Linus, Finn), BEL, SLOAn die Tschechische Medaillenausbeute kommen die Deutschen noch nicht ganz ran, aber immerhin reichte es für das Deutsche Team für Rang drei in der Nationenwertung – mit einem starken TGM-Beitrag.
Nach dem Abendessen mussten noch die Wettschulden der Betreuer eingelöst werden: Teamleiter Martin Vogler mußte für den Sieg seines Sohnes seine restlichen Haare opfern, Sabine Füßer für den Mannschaftssieg ihre Haarfarbe auffrischen…
Links zu den vollständigen Ergebnislisten gibt es hier.
Morgen geht es mit den Sprint Qualifikationsläufen ab ca. 9:00 Uhr weiter. Hier gilt es im ersten Lauf unter die ersten Fünf zu kommen oder im zweiten Lauf unter die ersten Zehn (ohne die bereits im 1. Lauf qualifizierten) um sich für das Finale zu qualifizieren.
Anna startet ihren ersten Lauf um 9:15:30, Tobi um 10:35:30 und Finn um 11:02 Uhr. Der zweite Lauf startet etwas 2-3 Stunden später.
Unser C2 (Tobi und Leo) starten um 14:10 im ersten Lauf, der zweite folgt etwa 40 Minuten später.
Mal sehen, wer es ins Finale oder in die Mannschaften am Samstag schafft.
Den heutigen Tag eröffnete für die TGM Anna bei den weiblichen Junioren. Sie erreichte im Feld der 45 Starterinnen den 24. Platz. Morgen hat sie einen ruhigeren Tag um sich auf die Sprintrennen am Freitag, wo ihre Stärken liegen, vorzubereiten.
Anna nach ihrem Klassikrennen
Spannend machte es Tobi bei den männlichen Junioren. Nach Warmfahren, aussteigen und abkühlen im Bach und anschließendem Einsteigen etwa 10 Minuten vor dem Start wurden zunächst die Auftriebskörper nachgeblasen, die Fußstütze eingestellt und die Spritzdeckenträger verstaut. Dann fuhr er noch mal seelenruhig recht weit hoch, so dass der anwesenden Trainer, nahe dem Herzinfarkt – Nicht schon wieder! (Wir erinnern uns an gewisse Vorkommnisse vor einigen Jahren in Banja-Luka…) – panisch hinterher rannte und ihn 3 Minuten vor seinem Start rufend zum Wenden brachte. Immerhin schaffte er es eine gute Minute vor seinem Start (jetzt gut aufgewärmt…) am Start zu stehen. Nach dem Start noch ein kurzer Schulterblick und los ging es.
15 Minuten und 55 Sekunden später kam er mit der zweitbesten Zeit ins Ziel – nicht schlecht. Es kommen ja nur noch 10 weitere Fahrer.
Ein Fahrer nach dem anderen schaffte es nicht die Uhr unter 16 Minuten zum Stehen zu bekommen. Selbst Enno Roggenbrodt, der am Anfang der Saison eine Minute, bei der Deutschen Meisterschaft noch 10 Sekunden vor Tobi war, schaffte es nicht. Somit war die Sensation perfekt – ein fassungsloser Tobias Nichtitz erkämpfte die Silbermedaille!
Silbermedaillengewinner bei den Junioren Tobias Nichtitz
Die Investition in das neue Boot hat sich gelohnt. Einen großen Dank an alle Spender die sich an dieser Anschaffung beteiligt haben!
(Vermutlich liegt der Erfolge eigentlich nur am verwendeten „Wunderpaddel“, mit dem Philipp letztes Jahr bei der Junioren-EM auch den 2. Platz belegte – nur beim Eigentümer funktioniert das Dingen nicht so richtig…)
Etwa 50 Minuten nach Tobi war Finn im Feld der U23 am Start. Gut durchorganisiert – ein langweiliger Start (Im Vergleich zu Tobi…), drei kurze Erfrischungspausen im Rennen (einen Schlag auslassen und Wasser ins Gesicht spritzen) kam er mit Bestzeit ins Ziel.
Er musste dann nur noch 4 Minuten warten, bis das Rennen beendet war und feststand:
Finn Vogler ist U23 Weltmeister!
Weitere 1,5 Stunden später war dann auch die Dopingkontrolle erledigt, die Haare des Vaters kommen erst morgen nach der Siegerehrung ab.
U23 Weltmeister Finn VoglerFröhliche Runde
Damit war der Tag für die TGM aber noch nicht vorüber, es stand noch das C2-Rennen mit Tobi und Leo als Abendbeschäftigung auf dem Programm. Nach Nachlieferung eines Schuhes (Leo) und Beschaffung eines Ersatzpaddels (Tobi) war alles schon zehn Minuten zu früh für den Start bereit.
Wo rohe Kräfte sinnlos walten – oder Altersschwäche?
Die Sprintstrecke nach dem Start wurde problemlos gemeistert. Auch auf der Strecke danach gab es bis auf ein paar Rhythmusschwankungen keine größeren Probleme. Das K1-Rennen von Tobi nur 4 Stunden vorher bei 37°C hat bei ihm natürlich schon Spuren hinterlassen. Auch Tobis verspätete Flug-Anreise wegen seiner Schul-Abschlussprüfung am Montag verhinderten eine etwas bessere Abstimmung im Boot.
Am Ende reichte das für Platz 13 mit Potential nach oben. Immerhin dürfen die Beiden morgen dann noch mal zusammen mit den beiden deutschen U23 C2 in der U23 C2-Mannschaft antreten.
C2 Tobi und Leo mit ihren Mitstreitern aus Fulda
Links zu den vollständigen Ergebnislisten gibt es hier.
Morgen geht es mit den Klassik-Mannschaften ab ca. 13:00 Uhr weiter.
Tobi hat dann wieder die Doppelbelastung mit der K1-Junioren-Mannschaft (14:00 Uhr) gut zwei Stunden vor der C2-Mannschaft (16:22 Uhr). Finn tritt in der K1-U23 Mannschaft um 15:24 Uhr an.
In beiden K1-Mannschaften liegen weitere Medaillen im Bereich des Möglichen.
Am heutigen Abend wurde die Junioren/U23 WM in Solkan eröffnet.
Mit dabei von der TGM:
Finn Vogler – U23 K1
Tobias Nichtitz – U18 K1
Anna von Hehn – U18 K1
Tobias Nichtitz/Leonard Hierl – U18 C2
Wolfgang Kennel – DKV (und BKV) Ressortleiter Wildwasserrennsport
TGM-Team bei der Junioren/U23 WM in Solkan
Leider nicht dabei ist Philipp Bluhm, der zwar nominiert wurde, aber wenige Tage vor der Abreise zum Jahreshöhepunkt so erkrankt ist, dass für die nächsten Wochen an Paddeln nicht zu denken ist. Wünschen wir ihm, dass er sich möglichst schnell vollständig erholt um dann nächstes Jahr mit einer Saison ohne Krankheiten und Verletzungen umso stärker zurück zu kommen.
Die Strecke auf der Soca beginnt mit der Slalomstrecke in Solkan /Slowenien welche auch für die Sprintrennen (ab Freitag) der Wettkampfort ist. Das Ziel der Klassikwettkämpfe ist auf der italienischen Seite der Grenze, etwa 4km nach dem Start. Nach der Slalomstrecke sind alle Schwierigkeiten des Flusses überwunden, bis auf zwei kleine Schwälle ist die Strömung kaum noch wahrzunehmen – der letzte Kilometer wird auf dem Stausee vor dem nächsten Wehr gefahren. Durch die anhaltende Trockenheit ist der Wasserstand recht niedrig (~27m³/s), so dass auch die Slalomstrecke relativ einfach ist.
Die größte Herausforderung bei den Rennen ist die Hitze. Für den morgigen Mittwoch sind am Nachmittag 36°C angesagt, und nach der Sprintstrecke werden die Fahrer nicht mehr nass.
Anna hat es in dieser Hinsicht noch am einfachsten, da sie um 10:31 startet, da sollen es „nur“ 32-33°C sein.
Tobi und Finn (Startzeiten 15:07 und 15:57) fahren ihre K1-Rennen in der heißesten Zeit des Tages bei vorhergesagten 36°C.
Tobi und Leo starten um 19:02 im C2 – dann soll es schon wieder „nur“ noch 33°C warm sein.
Bei Finn ist eine Medaille nach den bisherigen Ergebnissen in diesem Jahr im Bereich des Möglichen, bei unseren Junioren sind Vorhersagen über das Ergebnis bei ihren ersten internationalen Einsätzen schwierig. Wünschen wir Ihnen, dass sie der Hitze trotzen und starke Rennen fahren und sich so für die Mannschaften am Donnerstag qualifizieren.
Der Mannschaftstag begann mit den Sprintmannschaften am Vormittag. Hier fuhr Finn mit den beiden Sprintspezialisten Marcel Blum und Christopher Massini ein gutes Rennen und belegten am Ende (nach langer Wartezeit, da es Probleme mit dem Startsignal bei der Zeitnahme gab und letztendlich die Startzeiten der Hand-Zweitzeitnahme verwendet werden mussten) einen verdienten vierten Platz im Feld der zwölf gestarteten Teams. Die favorisierten Mannschaften aus Slowenien, Frankreich und Tschechien patzten alle nicht, so dass das Rennen ohne die erträumte Medaille zu Ende ging.
Sprint MannschaftSprint Mannschaft
Am Nachmittag folgte dann das Klassik-Mannschaftsrennen, bei dem Philipp (der heute ausschlafen durfte) und Finn die Aufgabe hatten Christopher Massini im Vergleich zum Einzel auf der Welle deutlich zu beschleunigen.
Philipp fuhr fast die gesamte Strecke vor um mit seinem Gewicht die Wellen des Flusses einzuebnen und Christopher auf seiner Welle mitzuziehen. Finn sollte dann kurz vor der Sprintstrecke überholen was ihm dann auch problemlos gelang, da das Tempo auf der Strecke für Philipp und Finn keine große Herausforderung war. Christopher hielt sich gut auf der Welle, bekam nach etwa der Hälfte der Strecke dann aber dicke Arme und konnte dadurch nicht mehr zulegen obwohl er sich voll verausgabte. Am Ende reichte es zu einem siebten Platz, deutlich hinter den Medaillenrängen des vorne recht knapp entschiedenen Rennens.
Classic TeamClassic Mannschaft in der Sprintstrecke
Morgen geht es dann mit den beiden Sprint Einzel-Vorläufen weiter.
Philipp startet im ersten Lauf um 10:51 Uhr, Finn um 10:56 Uhr. Die fünf Ersten des ersten Laufs qualifizieren sich direkt für das Finale. Der Rest tritt im zweiten Lauf etwa zweieinhalb Stunden später noch einmal an. Davon qualifizieren sich wieder die ersten zehn für das Finale am Samstag. Der Einzug eines TGM’lers in das Finale wäre schon ein großer Erfolg – warten wir es ab und drücken die Daumen…
Live-Ergebnisse (und auch die genauen Startzeiten des 2. Laufes) gibt es wieder hier.
Es gibt von den Vorläufen und dem Finale am Samstag einen gebührenfreien Live-Stream.
Heute fanden die Klassik Einzelrennen der LK-Europameisterschaften auf der italienischen Noce oberhalb von Mezzana statt. Der Wasserstand war zwar etwas niedriger als gestern, aber immer noch zu hoch um die Sprintstrecke sicher zu befahren.
Philipp beim Warmfahren auf dem Weg zum Start
Daher wurde wie angekündigt die Strecke verkürzt und das Ziel etwas oberhalb des originalen Sprintstarts gelegt. Durch den hohen Wasserstand war die Strecke immer noch wellig und schnellfließend. Die eine oder andere bremsende Welle hat wohl jeder mitgenommen.
Am Ende belegten Finn und Philipp den 9. und 12. Platz im vollständigen Herrenfeld. Dabei war Finn etwa 19 Sekunden hinter dem mehrfachen Weltmeister und nun auch Europameister Simon Oven aus Slowenien. Philipp war noch mal drei Sekunden hinter Finn. Für das erste internationale Spitzenevent in der Leistungsklasse der beiden kann sich das Ergebnis auf jeden Fall sehen lassen.
Betrachtet man nur die U23 Fahrer (gelb markiert in dem Ausschnitt der Ergebnisliste) liegen die beiden TGM’ler sehr gut da und lassen für die U23-WM in etwa vier Wochen auf vordere Platzierungen hoffen.
Ergebnisliste Klassik Einzel – Startnummern von U23 Fahrern gelb markiert.
Am Nachmittag stand dann noch ein Mannschaftstraining für die morgigen Mannschaftsrennen auf dem Programm. Da der Wasserstand inzwischen weiter gesunken ist, soll morgen die Sprintstrecke wieder im Rennen gefahren werden, was heute noch mal trainiert wurde.
Trainingsfahrt der Klassikmanschaft in der Sprintstrecke – Vorne: Philipp, Mitte: Christopher Massini, Hinten: Finn
Morgen früh um 9:53 wird die Sprintmannschaft starten. Aus Zeitplangründen findet das Sprint-Mannschaftsrennen leider vor den Einzelrennen statt, so daß die Mannschaft von den Trainern gesetzt werden musste. Nach den guten Sprintergebnissen der letzten Rennen wird Finn den DKV zusammen mit den Sprintspezialisten Christopher Massini und Marcel Blum (ohne „h“) vertreten. Gerade die Ergebnisse der Sprint-Mannschaft sind schlecht vorherzusagen, da das Risiko eines Fehlers bei drei eng beieinander fahrenden Booten in diesem Wilden Gewässer immer präsent ist. Warten wir es ab.
Live-Ergebnisse der Sprint-Mannschaft wird es hier geben.
Philipp hat den Vormittag frei und wird dann mit Finn und Christopher Massini um 16:12 in der Klassikmannschaft an den Start gehen. Christopher war etwa 20 Sekunden hinter Finn und Philipp. Wenn er eine gute Welle von Philipp und Finn bekommt, haben die drei Aussenseiterchancen auf ein Trepperlplatz.
Live-Ergebnisse der Klassik-Mannschaft wird es dann hier geben.
Heute Abend fand die Eröffnungsfeier der Leistungsklassen Europameisterschaften in Mezzana statt.
Mit dabei Philipp und Finn von der TG-München in ihrem ersten Herrenjahr.
Philipp durfte als jüngster der Deutschen Delegation die Fahne durch die Gegend tragen. Damit und mit dem gesanglichen Vortrag der Nationalhymne hat er ja schon Erfahrung vor drei Jahren in Banja Luka sammeln dürfen.
Einmarsch der Nationen EM Mezzana 2025
Der Wasserstand des Flusses Noce ist über die Trainingswoche von „wenig“ bis gestern Abend auf „Maximum für Slalomstrecke“ gestiegen. Damit konnten sich die Sportler gut an die verschiedenen Wasserstände gewöhnen.
Der ergiebige Regen über die vergangene Nacht hat den Fluß soweit anschwellen lassen, dass die Sprintstrecke nicht mehr verantwortbar mit dem Rennboot befahren werden kann. (Verschwindende Kehrwässer nach dem Ziel bevor es richtig wild wird…)
Sollte der Wasserstand über Nacht nicht deutlich zurückgehen, wird im Klassik-Rennen das Ziel vor der Sprintstrecke sein. Dafür ist der Rest dann auch durchgängig wuchtig genug.
Philipp startet am morgigen Mittwoch um 10:52 Uhr, Finn um 10:57 Uhr.
Live Ergebnisse gibt es hier. Einen gebührenfreien Live-Stream gibt es leider erst bei den Sprintrennen am Freitag und Samstag.
Inzwischen ist es ganz offiziell, nachdem es vorab vom neuen DKV-Ressortleiter Kanu-Wildwasser Wolfgang Kennel verkündet wurde:
Nominiert für die U23/U18 WM Anfang Juli in Solkan (SLO) sind von der TGM Anna (K1 U18), Finn (K1 U23), Philipp (K1 U23), Tobi (K1 und C2 U18) und Leo (C2 U18).
Fini hat es leider trotz ihrer starken Aufholjagd in den letzten Wochen dank starker Konkurrenz nicht ganz geschafft – aber nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr…
Herzlichen Glückwunsch!
Finn und Philipp sind in ihrem ersten Herrenjahr auf dem Weg zur Leistungsklassen Europameisterschaft in Mezzana (I) auf der Noce welche vom 4.-7.6. stattfindet.
In der ersten Pfingstferienwoche gibt es dann ein Trainingslager vom 6. oder 7.-15.6. in Solkan, und auf der Möll (und anderen Flüssen) um sich gebührend auf die WM vorzubereiten.